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Auf heißen Kohlen sitzen
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Eine uralte Überschrift die aber immer wieder zutrifft, warum gerade jetzt wieder mal bei mir?

Ende Januar hatte ich meine Umschulung zum Bürokaufmann abgeschlossen, mein damaliges Ziel war es, mich so schnell wie möglich selbstständig zu machen. Verschiedene Faktoren kamen aber dazwischen, die mich heute buchstäblich auf heißen Kohlen sitzen lässt. Nachts kann ich nur wenn überhaupt, sehr schwer einschlafen, da mir so viele Ideen und Dinge durch den Kopf gehen die ich gerne machen würde. Die Ideen drehen sich überwiegend über Produkte die ich selber herstellen und verkaufen möchte. Mein Konzept für meine Selbstständigkeit steht schon so lange, dass ich sie in meinem Kopf schon perfektioniert habe. Ausgerechnet als ich mich voll auf den Anfang meiner Arbeit einstellen wollte, löste sich der Düsseldorfer Landtag auf, was meine Partei und mich in einen Wahlkampf stürzte, der keine Zeit für anderen Sachen lies. Nachdem die Wahl im Mai vorbei war, wurde die Arbeit zwar weniger, aber man musste sich auch noch um viele Dinge kümmern, die auch mit zu einer Wahl gehören.

Nachdem im Juni endlich die Zeit für meine Tätigkeiten vorhanden war, fehlte mir das Geld was ich bräuchte um durchstarten zu können. Was wichtigste was man braucht für eine Selbstständigkeit ist, ein solides Finanzkonzept. Wenn man alles was passieren kann mit einrechnet, verliert man schnell die Lust und auch den Mut den man für sein Vorhaben braucht. Ich hatte mein Konzept zwar schon im April bei der IHK Wuppertal eingereicht, nachdem er aber öfters überarbeitet werden musste und auch noch ein Urlaub des zuständigen Mitarbeiters dazwischen kam, hat sich das bis letzte Woche hingezogen. Jetzt endlich habe ich das OK der IHK und muss jetzt noch zittern, das die Rentenversicherung ihr OK gibt, damit ich meine Zuschüsse bekomme. Die Arbeit bei der IHK kann ich nur loben, sie prüfen schon genau ob man in der Lage ist ein Geschäft auf die Beine zu stellen und ob sich das Geschäft vor allem halten und durchsetzen kann.

Meine Hoffnung liegt jetzt in der schnellen Kooperationsbereitschaft der Rentenversicherung, damit ich so schnell wie nur möglich zum Ordnungsamt laufen kann um dort meine Gewerbe anzumelden. Meine erzeugten Produkte kann man dann später auf dieser Seite sehen: www.labi-tech.de Natürlich werde ich dann später hier einen Bericht schreiben, wie sich  mein Konzept entwickelt hat.

Nägel mit Köpfen
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Kaum ist die Prüfung geschafft, schon stürze ich mich in die Zukunft

Heute war ich bei der „Agentur für Arbeit“  um meinen profilaktischen Termin wahr zu nehmen. Profilaktisch aus dem Grund, weil ich eh kein Geld von dem Jobcenter bekomme, da ich ja schon seit Ewigkeiten ausgesteuert bin. Überrascht wurde ich von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin des Jobcenters, die mir einige Tipps für meine Zukunft gegeben hat. Unter anderem hat sie mich auf eine Seite des bergischen Startercenters hingewiesen, indem es schon nächste Woche kostenlose Seminare gibt, in der man sich komplett über eine Selbstständigkeit informieren kann. Es werden dort Termine von Montag bis Freitag im zwei Stunden Takt angeboten. Ich habe mir jeden Tag einen Termin gegönnt und die Liste sofort zur IHK Wuppertal gefaxt. Eine knappe Stunde später hatte ich schon eine E-Mail in meinem Postfach wo mir alle Termine bestätigt wurden. Ich bin absolut positiv überrascht vom Jobcenter und auch von der IHK, das nenne ich prompten Service.

Wie so oft hat auch alles Gute eine Kehrseite, bei mir war es der Weg aus dem Jobcenter hinaus. Nachdem ich die Treppen hinter mir gebracht hatte und draußen an meinem Roller stand um mir den Helm auf meinem Schädel zu stülpen, stand am Geländer des Jobcenter ein Junkie der wohl total zugefixt gewesen sein musste, zumindest hingen seine Augen auf halb acht. Die Körperhaltung sah auch alles andere als suverän aus, die Beine hatten eine Menge Pudding in sich. Was soll so ein Verhalten vor einem öffentlichen Gebäude? Glauben diese kaputten Typen das sie am Jobcenter Stoff bekommen? Mir wäre es ja eigentlich egal, aber da dort auch viele kleine Kinder her gehen, finde ich so ein Verhalten einfach nur abartig!

Nichts desto trotz, ich freue mich jetzt schon auf die Nächste Woche wo ich schon wieder einen Schritt näher an meine Selbstständigkeit ran komme. 🙂

Viele Grüße Jörg