Schlagwort-Archive: jobcenter

Nägel mit Köpfen
Nägel mit Köpfen avatar

Kaum ist die Prüfung geschafft, schon stürze ich mich in die Zukunft

Heute war ich bei der „Agentur für Arbeit“  um meinen profilaktischen Termin wahr zu nehmen. Profilaktisch aus dem Grund, weil ich eh kein Geld von dem Jobcenter bekomme, da ich ja schon seit Ewigkeiten ausgesteuert bin. Überrascht wurde ich von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin des Jobcenters, die mir einige Tipps für meine Zukunft gegeben hat. Unter anderem hat sie mich auf eine Seite des bergischen Startercenters hingewiesen, indem es schon nächste Woche kostenlose Seminare gibt, in der man sich komplett über eine Selbstständigkeit informieren kann. Es werden dort Termine von Montag bis Freitag im zwei Stunden Takt angeboten. Ich habe mir jeden Tag einen Termin gegönnt und die Liste sofort zur IHK Wuppertal gefaxt. Eine knappe Stunde später hatte ich schon eine E-Mail in meinem Postfach wo mir alle Termine bestätigt wurden. Ich bin absolut positiv überrascht vom Jobcenter und auch von der IHK, das nenne ich prompten Service.

Wie so oft hat auch alles Gute eine Kehrseite, bei mir war es der Weg aus dem Jobcenter hinaus. Nachdem ich die Treppen hinter mir gebracht hatte und draußen an meinem Roller stand um mir den Helm auf meinem Schädel zu stülpen, stand am Geländer des Jobcenter ein Junkie der wohl total zugefixt gewesen sein musste, zumindest hingen seine Augen auf halb acht. Die Körperhaltung sah auch alles andere als suverän aus, die Beine hatten eine Menge Pudding in sich. Was soll so ein Verhalten vor einem öffentlichen Gebäude? Glauben diese kaputten Typen das sie am Jobcenter Stoff bekommen? Mir wäre es ja eigentlich egal, aber da dort auch viele kleine Kinder her gehen, finde ich so ein Verhalten einfach nur abartig!

Nichts desto trotz, ich freue mich jetzt schon auf die Nächste Woche wo ich schon wieder einen Schritt näher an meine Selbstständigkeit ran komme. 🙂

Viele Grüße Jörg

Alles um einen herum wird immer fremder
Alles um einen herum wird immer fremder avatar

Fast zwei Jahre im BFW-Köln und auf einmal kommt einem alles total fremd vor

Wie jeder Mensch weiß, absolviert man in einer Umschulung ein Praktikum in der man den Beruf in den man ausgebildet wird die Praxis näher gebracht werden soll. Jeder von uns hat es so gut wie möglich hinter sich gebracht und seid geraumer Zeit sind wir ja auch schon wieder in Köln um uns auf die Prüfung vorzubereiten. Als wir aber aus dem Praktikum wieder zurück ins BFW kamen, waren viele Leute die man in der Zeit der Ausbildung kennen gelernt hat nicht mehr da, da die in der Zeit wo wir im Praktikum waren ihre Prüfung abgelegt haben. Wie das nun mal so ist, folgen nach dem Weggang der ehemaligen Umschüler neue Umschüler die ihre Ausbildung angefangen haben.

Durch eine Tutorin dessen Namen ich jetzt nicht veröffentlichen möchte, wurde ich schon vor gewarnt das sich das Klientel sehr zum schlechteren verändert hat. Kurz nach dem Praktikum konnte ich mich selber davon überzeugen und bin nun eigentlich nur noch von diesem Menschenschlag genervt. Ich weiß nicht wo man einen Teil dieser Menschen hergeholt hat, aber Benehmen gehört nicht zu deren Stärken. Wenn man nach dem Unterricht seine Ruhe haben möchte und bei offenen Fenster auf seinen Bett zu neuen Kräften kommen möchte, wird vor dem Internat rum gebrüllt um irgend einem Saufkumpanen an sein Fenster zu rufen. Anscheinend haben die noch nicht verstanden das jedes Internatzimmer mit einem Telefon ausgestattet ist womit man sich kostenlos gegenseitig anrufen kann. Wenn diese Halbstarken dann nach ein paar Flaschen Bier aus dem Bistro „Auszeit“ zurück kommen, wird wieder lallend rum gebrüllt, Hauptsache man macht auf sich aufmerksam.

Ich bin weiß Gott nicht spießig und habe auch nichts gegen Randgruppen, aber es ist nun mal Fakt, dass die Rentenkassen leer sind und aus dem Grund weniger Umschüler ins BFW schicken. Was dann noch bleibt sind Umschüler die von den Berufsgenossenschaften und überwiegend von der Arge sprich Jobcenter geschickt werden. Das letztere Klientel stellt halt den größten Anteil an Umschülern im BFW-Köln und das kann man Tag täglich spüren wenn man sich auf dem Gelände aufhält. Selbst wenn diese Leute ihre Umschulung mit Erfolg abschließen, kann ich heute schon sagen, dass gerade mal 5% von denen eventuell mal einen Arbeitsplatz in ihrem frisch erlernten Beruf bekommen. Selbst von den Tutoren die uns und die neuen Klassen unterrichten bekommt man einen O-Ton der meine These untermauert.

Es ist nur schade das es in der Berufswelt so viele Menschen gibt die auf eine Chance warten um so eine Umschulung finanziert zu bekommen, diese aber nicht bekommen da so viele von diesen Hirnis denen den Platz hier weg nehmen. Da kann man aus meiner Sicht doch wieder nur Paustbacken machen und hoffen das die Zeit wo ich noch hier bin schnell vorbei geht.