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Persönliche Grenzen
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Persönliche Grenzen gibt es körperlicher wie auch seelischer Natur

Wenn man jung ist und noch große Ziele vor Augen hat liegen die Ziele die man hat, wohl in den meisten Fällen im körperlichen Bereich. Ein gutes Beispiel dafür sind Sportler. Sie trainieren ihren Körper bis über die persönliche Schmerzgrenze hinaus um an ihr Ziel zu gelangen. Ich glaube das das bei jedem Menschen so ist, bei dem einen mehr und bei dem anderen halt etwas weniger. Wenn man älter wird ändern sich bekanntlich auch die Interessen, mit auch aus dem Grund weil der Körper irgendwann mal an seine Grenzen gelangt ist und es einem nichts anderes übrig bleibt als seine Interessen zu verlagern. In meinen jungen Jahren ging es mir genauso, ich trainierte meinen Körper bis weit über die Schmerzgrenze hinaus. Einfacher wird dieses noch wenn man in einer Gruppe trainiert und man sich gegenseitig zu Höchstleistungen anstachelt. Wenn man jung ist macht einem das nichts aus, selbst wenn man mal von einer Verletzung zurück geworfen wird und man eine Weile pausieren muss. Heute würde ich mir diese Zeit gerne wieder herbei wünschen, denn zu der Zeit hatte man kaum Sorgen und das einzige Ziel was man hatte war, dass man täglich seinen Körper an die Grenzen der Belastbarkeit führte.

Leider geht diese Zeit viel zu schnell vorbei und das reale Leben holt einem dann wieder ein und ab da muss man auch wieder den wirklich wichtigen Dingen ins Auge schauen. Es gibt ja die verschiedensten Berufsarten auf der der Mensch auf unterschiedliche Weise gefordert wird. Der Handwerker wird zu größten körperlich und der Büromensch zum größten Teil geistlich gefordert. So oder so wird jeder auf seine Weise bis an die körperlichen oder seelischen Grenzen geführt. Unterschiedlich sind auch die Arten wie jeder das verkraftet. Der eine arbeitet sein Leben lang durch ohne einmal zum Arzt zu gehen, der andere lässt alles viel näher an sich heran und wird dadurch wesentlich anfälliger und dadurch auch schneller mal krank. Mittlerweile habe ich beide Berufsbilder kennen gelernt, den körperlichen Teil viel intensiver als den geistlichen Teil, aber ich kann behaupten das beide Arten einem bis an seine körperlichen Grenzen führen können.

Körperliches Arbeiten kommt für mich in diesem Leben leider nicht mehr in Frage, außer „kleinere private Aktivitäten“ wie mein Pizzaofen. Mittlerweile bin ich nun schon seit zwei Jahren dabei den Beruf des Bürokaufmannes zu erlernen und weiß mittlerweile auch, dass man nah einem acht Stunden Tag im Büro genauso kaputt nach hause kommt als wenn man den ganzen Tag auf dem Bau oder in der Fabrik gearbeitet hat. Obwohl man im Büro kaum schwer körperlich arbeiten muss, sagt der Körper einem nach einem Arbeitstag, „bis hier hin und nicht weiter“. Auch wenn die Tätigkeiten absolut unterschiedlicher Art sind, so ist der Körper doch in allen Berufsbranchen genauso gleich mitgenommen. Ich bin sogar der Überzeugung, das es schlimmer ist den ganzen Tag geistlich arbeiten zu müssen als wenn man acht Stunden den Hammer in der Hand hatte. Wenn man körperlich arbeitet kann man seinen aufgebauten Frust bei der Arbeit wieder loswerden, wobei man den seelischen Stress aus dem Büro meist mit nach hause nimmt und sich an seiner Familie aus lässt.

Gerade für Menschen die ihren Körper bei der Arbeit nicht beanspruchen, ist es daher wichtig sich nach der Arbeit einen Ausgleich zu schaffen. Dabei ist es egal ob man in Fitnessstudio oder auf den Fußballplatz geht, wichtig ist halt nur das man etwas macht. Ich habe mich für einen Hund entschieden, denn in meiner körperlichen Situation ist es für mich die Beste Art um sich von den Arbeitstag zu erholen. Leider sehe ich meinen Hund im Moment nur am Wochenende, da ich unter der Woche im Internat bin. Dann fehlt mir natürlich auch jeden Tag der Ausgleich den ich dann nur am Wochenende genießen kann.

Was ich Euch mit dieser Geschichte sagen wollte ist, wenn Ihr mal wieder einen Disput mit anderen über den Arbeitstag habt, dann solltet Ihr schon bedenken das man in jedem Beruf gleichermaßen gefordert wird. Jeder der arbeitet geht fast Täglich an seine Grenzen, egal ob es körperlich oder seelischer Natur ist, kaputt ist man nach jeder Arbeit!