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Alles um einen herum wird immer fremder
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Fast zwei Jahre im BFW-Köln und auf einmal kommt einem alles total fremd vor

Wie jeder Mensch weiß, absolviert man in einer Umschulung ein Praktikum in der man den Beruf in den man ausgebildet wird die Praxis näher gebracht werden soll. Jeder von uns hat es so gut wie möglich hinter sich gebracht und seid geraumer Zeit sind wir ja auch schon wieder in Köln um uns auf die Prüfung vorzubereiten. Als wir aber aus dem Praktikum wieder zurück ins BFW kamen, waren viele Leute die man in der Zeit der Ausbildung kennen gelernt hat nicht mehr da, da die in der Zeit wo wir im Praktikum waren ihre Prüfung abgelegt haben. Wie das nun mal so ist, folgen nach dem Weggang der ehemaligen Umschüler neue Umschüler die ihre Ausbildung angefangen haben.

Durch eine Tutorin dessen Namen ich jetzt nicht veröffentlichen möchte, wurde ich schon vor gewarnt das sich das Klientel sehr zum schlechteren verändert hat. Kurz nach dem Praktikum konnte ich mich selber davon überzeugen und bin nun eigentlich nur noch von diesem Menschenschlag genervt. Ich weiß nicht wo man einen Teil dieser Menschen hergeholt hat, aber Benehmen gehört nicht zu deren Stärken. Wenn man nach dem Unterricht seine Ruhe haben möchte und bei offenen Fenster auf seinen Bett zu neuen Kräften kommen möchte, wird vor dem Internat rum gebrüllt um irgend einem Saufkumpanen an sein Fenster zu rufen. Anscheinend haben die noch nicht verstanden das jedes Internatzimmer mit einem Telefon ausgestattet ist womit man sich kostenlos gegenseitig anrufen kann. Wenn diese Halbstarken dann nach ein paar Flaschen Bier aus dem Bistro „Auszeit“ zurück kommen, wird wieder lallend rum gebrüllt, Hauptsache man macht auf sich aufmerksam.

Ich bin weiß Gott nicht spießig und habe auch nichts gegen Randgruppen, aber es ist nun mal Fakt, dass die Rentenkassen leer sind und aus dem Grund weniger Umschüler ins BFW schicken. Was dann noch bleibt sind Umschüler die von den Berufsgenossenschaften und überwiegend von der Arge sprich Jobcenter geschickt werden. Das letztere Klientel stellt halt den größten Anteil an Umschülern im BFW-Köln und das kann man Tag täglich spüren wenn man sich auf dem Gelände aufhält. Selbst wenn diese Leute ihre Umschulung mit Erfolg abschließen, kann ich heute schon sagen, dass gerade mal 5% von denen eventuell mal einen Arbeitsplatz in ihrem frisch erlernten Beruf bekommen. Selbst von den Tutoren die uns und die neuen Klassen unterrichten bekommt man einen O-Ton der meine These untermauert.

Es ist nur schade das es in der Berufswelt so viele Menschen gibt die auf eine Chance warten um so eine Umschulung finanziert zu bekommen, diese aber nicht bekommen da so viele von diesen Hirnis denen den Platz hier weg nehmen. Da kann man aus meiner Sicht doch wieder nur Paustbacken machen und hoffen das die Zeit wo ich noch hier bin schnell vorbei geht.

Sklaven der Neuzeit
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Unsere Regierung in Berlin streitet seit Jahren um die Einführung von Mindestlöhnen damit das arbeitende Volk nicht noch zu einem Arbeitsplatz Stütze vom Amt kassieren muss.

Ist es nicht gerade die Regierung die Schuld daran trägt das es solche modernen Sklaventreiber der Neuzeit gibt die sich oft hinter solchen Namen wie „Arbeitsvermittler“ oder „Zeitarbeitsfirma“ verstecken? Es kann doch wirklich nicht sein, dass wenn jemand in einer Zeitarbeitsfirma arbeitet noch zusätzlich Geld von der Arge kassieren muss damit seine Familie überleben kann. Ok, die die einen Facharbeiter Brief in der Tasche haben werden noch halbwegs gerecht entlohnt, aber was ist mit den zig tausenden von Arbeitern die ungelernt nur einen Job in solch einer Zeitarbeitsfirma bekommen um da für einen Hungerlohn tagtäglich arbeiten verrichten müssen wofür Facharbeiter das dreifache bekommen. Für mich ist das eine absolute Ausbeutung an dem kleinen Bürger und ich meine, wenn man schon in einem Sozialstaat lebt, dürfte es solche Einrichtungen überhaupt nicht mehr geben. Gedacht waren Zeitarbeitsfirmen mal als Wiedereinstiegsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose die Probleme hatten einen Arbeitsplatz zu finden. Leider ist dieses Vorhaben irgendwie aus den Gleisen gelaufen und in den Zeitarbeitsfirmen verdienen nur noch die Betreiber der Firmen gutes Geld, während sich der kleine Arbeiter für einen Hungerlohn die Knochen kaputt schufften darf.

Ich hatte in meinem Leben bisher das Glück das ich nie für so eine Firma arbeiten musste, und ich hoffe auch dass das niemals der Fall sein wird. Wenn ich ehrlich bin habe ich sogar schon einmal mit dem Gedanken gespielt selbst so eine Firma zu gründen, aber da ich ein zu großes Herz habe, würde ich so eine Ungerechtigkeit meinen Angestellten nicht zumuten können und ich würde Nachts nicht schlafen können. Heute stehe ich auf den Standpunkt, dass man solche Firmen generell verbieten sollte um wieder mehr Gerechtigkeit in die Arbeitswelt zu bekommen. Wenn in so einem wichtigen Fall wie diesen die Menschen mal zusammen halten würden und diese Zeitarbeitsfirmen einfach zu ignorieren, so das diese kein Personal mehr hätten was sie für kleines Geld an große Konzerne vermitteln könnten, wären diese Firmen ratz fatz pleite und der Arbeitsmarkt würde sich wieder erholen und die Gehälter wären wieder verhandelbar. Die größte Frechheit die sich unser Staat noch leistet ist dabei, dass wer ein Jobangebot von der Agentur für Arbeit bei einer Zeitarbeitsfirma ablehnt, bekommt das Arbeitslosengeld gekürzt oder sogar ganz gestrichen. Ich finde das sehr sozial in einem Sozialstaat. Wenn man da jetzt so sieht, gehört der Staat Deutschland mit zu den Sklaventreibern die mit Erpressung das arbeitslose Volk dazu zwingen will in solchen Firmen zu arbeiten.

Soll doch mal einer aus unserer aktuellen Regierung in so einer Firma für die paar Kröten im Monat arbeiten, mal schauen ob die dann immer noch so denken wie sie es jetzt machen und dann auch noch denken dass das alles so gerecht ist wie es ist. Ich sage es nicht gerne, aber wieder mal muss ich Thilo Sarrazin recht geben, „Deutschland schafft sich ab“.

Wenn Euch dieses Bestreben das man Zeitarbeitsfirmen abschaffen sollte gefällt, dann leitet diesen Text oder den Link der Seite weiter an Freunde, Bekannte, Verwandte, denn nur so kann man etwas gegen diese Ungerechtigkeit in Deutschland machen.