Archiv der Kategorie: BFW-Köln

Kurioses über das Berufs-Förderungs-Werk Köln

Das lange zittern hat ein Ende
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Das wochenlange Warten ist nun vorbei und ca. 27 Umschüler aus dem Kurs BK-1001-1 und KFB-1001-1 können sich beruhigt auf Weihnachten freuen

Die Prüfungen waren nun schon ein paar Wochen vorbei und das lange Warten auf die Ergebnisse wurde immer unerträglicher, aber nun hat der Spuk ein Ende und so wie ich mitbekommen habe, sind alle aus den oben genannten Kurs durchgekommen und haben ihre Prüfungen bestanden.

In der Zeit nach den Prüfungen wollte keine gelöste Stimmung aufkommen und alle waren sehr angespannt und auch leicht reizbar gewesen. Schlimm wurde es dann, als so nach und nach immer mehr Gerüchte aufkamen in der Statistiken grassierten wo der ein oder andere durchgefallen sei sollte. Wie so oft im BFW-Köln hatten sich diese Gerüchte wieder mal nicht bestätigt, zumindest nicht in unserem Kurs. Meine Kameraden aus dem Kurs haben in den letzten Tagen noch Unterricht während ich zu Hause meine Grippe auskuriere, aber ich kann mir kaum vorstellen das sich zur Zeit jemand großartig auf die mündliche Prüfung konzentrieren kann, die erst im neuen Jahr so gegen den 23. und 25. Januar statt finden.

Auf jeden Fall möchte ich an dieser Stelle allen gratulieren die zusammen mit mir die Prüfung durchgestanden und bestanden haben, dazu zähle ich auch unsere Parallelklasse in der man in den Jahren auch viele Freunde gefunden hat. Gratulieren möchte ich auch allen anderen Berufsbildern im BFW die ebenfalls in dieser Zeit ihre Prüfungen absolviert und bestanden haben. Gerade wenn man so wie ich schon mehr als zwei Jahrzehnte aus der Schule raus war, ist es gar nicht so einfach sich noch mal auf eine Schulbank zu setzen und eine Lehre zu absolvieren, dazu gehört schon einiges an Anstrengung.

In diesem Sinne wünsche ich noch allen Lesern von Paustbacken.de ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise ihrer Liebsten.

IHK EDV-Prüfung Ade
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Die erste Hürde auf dem Weg zum Bürokaufmann ist geschafft!

Heute war es nun so weit, nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung haben wir heute Morgen die erste Prüfung auf dem Weg zum BK geschrieben. Um anderen ein wenig die Angst vor dieser Prüfung zu nehmen, wollte ich mal aufschreiben wie so eine Prüfung abläuft.

Bei der EDV-Prüfung werden die Fächer“Office Word“ und „Office Excel“ geprüft. Für die Word Prüfung hat man 45 min. und für zwei Excel Prüfungen hat man zweimal 30 min. Zeit. Wie man sich letztendlich die Zeit einteilt bleibt jedem selbst überlassen, wichtig ist nur, dass man nach 105 min. alles fertig bekommt. Der grundsätzliche Vorteil wenn man seine Umschulung im BFW macht ist, dass man die EDV-Prüfung an seinem Computer im Klassenraum schreibt an dem man auch schon eine Zeit lang geübt hat. Um das auch zu gewährleisten das man an seinem Stammplatz sitzt, haben wir uns am Vortag unsere Namen auf die Bildschirme geklebt. Der Grund dafür ist, dass es immer mal vorkommt das noch andere aus einer anderen Klasse oder einer anderen Schule hinzu kommen um die Prüfung abzulegen.

Zum Ablauf:

Laut Anweisung unseres Tutors sollten wir heute Morgen um 08:15 Uhr vor unserem Klassenraum sein. Als wir dort waren konnten wir unsere Plätze im Klassenraum einnehmen. Da man ja schon angespannt ist, haben die meisten nicht bemerkt das unsere PC´s schon an waren. Natürlich drückt man auf die ON Taste an seinem PC und fährt das Teil erst einmal ungewollt wieder runter, super. Nachdem das Teil wieder hochgefahren wurde, versucht man erst einmal einen Überblick von dem zu bekommen was in der Klasse schon alles vorbereitet wurde. Die Umschläge mit den Prüfungsunterlagen lagen auch schon auf den Schreibtischen wo sich die PC´s befinden, aha, darin steckt also das worum es hier geht. Ein Mitarbeiter der IHK prüft die Anwesenheit und lässt sich stichpunktartig die Einladung der IHK und den Personalausweis zeigen. Wenn soweit alles geklärt ist, bekommt man noch eine Erläuterung über den Ablauf der Prüfung in der man besagt bekommt in welcher Reihenfolge nach der Prüfung die Aufgabenblätter ausgedruckt werden.

Schneller als man denkt bekommt man gesagt das man jetzt die Umschläge öffnen kann um sich die Aufgaben anzuschauen. Für das anschauen der Blätter hat man ca. 2 min. Zeit. Ich habe mir alle Blätter angeschaut, war aber so nervös das ich gar nicht wusste worauf ich mich konzentrieren sollte beim hinschauen. Als das Signal zum starten kam, hörte man nur noch die Tasten klimpern, irgendwie waren alle schneller als ich, ich habe mir gerade noch angeschaut was ich jetzt eigentlich machen sollte. Wie die meisten habe auch mit Word begonnen, da das von der Schreiberei das umfangreichste an den drei Aufgaben ist. Wir sollten laut Vorgabe ein Rundschreiben für eine Firma erstellen indem die Abteilungsleiter über ein Seminar informiert werden, zudem sie ihre Mitarbeiter informieren und eintragen sollten wer an dem Seminar teilnehmen wollte. Insgesamt musste man bei der Aufgabe zwei Blätter erstellen und so formatieren wie es die Aufgabe verlangte. Nach ca. 35 min. war ich mit dem Word-Teil fertig, wow, 10 min. gewonnen.

Der erste Excel Teil ist der mit der schwereren Aufgabe, da man dabei viele Formeln erstellen muss. Zu den Formeln gehörten verschachtelte „WENN“ Funktionen, „ZÄHLENWENN“ Funktion und noch andere Funktionen die mir jetzt nicht mehr einfallen. Es ist wirklich schon komisch das einem unter Zeitdruck die leichtesten Formeln nicht mehr einfallen. Auf der anderen Seite habe ich aber die schweren Formeln mit Leichtigkeit hinbekommen, komisch ne. Wenn man mal eine Formel nicht mehr zusammen bekommt, kann man ja immer noch die Bezüge in die Zellen eintragen die bei einer Formel auch raus kommen würden. Auf dieser Weise verliert man nicht so viele Punkte als wenn man gar  nichts in die Zellen schreibt. Nun gut, der erste Excel Teil wurde mit einer leichten Verzögerung von 15 min. geschafft. Leider ist mein Vorsprung vom Word Teil nun auch wieder futsch gewesen.

Der zweite Excel Teil hat nicht viel mit Formeln zu tun, ist aber Emens wichtig bei der Punktevergabe. Bei dieser Aufgabe hatte man eine Vorgabe über Kostenverteilung einer Firma. Da musste man halt die Summen rechnen, was mit der Summenfunktion natürlich kein Problem ist. Hinzu kam noch die prozentuale Aufteilung der jeweiligen Kostenstellen, was rechnerisch auch keine Herausforderung ist wenn man einen einfachen Dreisatz beherrscht. Was natürlich bei dieser Aufgabe noch mal richtig Punkte bringen kann ist, wenn man ein Diagramm mit den richtigen Bezügen erstellt und ein Textfeld mit einer Stellungnahme einfügt. Da man schnell mal viel Zeit bei der ersten Excel Aufgabe verschenkt, bekommt man im zweiten Teil schnell Zeitprobleme. Aber gerade im zweiten Teil sollte man unbedingt dieses Diagramm und die Stellungnahme einbauen, da das schon die Hälfte der Punkte bringt. Ich habe letztendlich alles geschafft, ob auch alles richtig war was ich gemacht habe, erfahre ich leider erst in vier Wochen wenn man das vorläufige Ergebnis der Prüfung bei der IHK Online abfragen kann.

Da die Computer in unserem Raum wie in U-Form an den Wänden installiert sind, wurde der Reihe nach von der Tür aus in Dreiergruppen gedruckt. Mein Glück war, das ich ziemlich nah an der Tür war und mit zur ersten Gruppe gehörte die ausdrucken durfte, die anderen mussten so lange den Raum verlassen und auf dem Flur warten. Schnell noch die Lösungsblätter ausgedruckt und unterschrieben und dann schnell aus dem langsam muffig riechenden Raum raus. Es ist wirklich ekelig wenn 30 Leute bei geschlossenen Fenstern in einem Raum eine Prüfung schreiben, man traut sich schon gar nicht mehr tief einzuatmen. Nach dem wir den Raum verlassen durften, sind wir erst einmal in die Auszeit gegangen um uns diese auch zu gönnen. 🙂

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck einer EDV-Prüfung nahe bringen. Es ist auf jeden Fall eine lösbare Aufgabe und es wird nichts unmenschliches von einem verlangt. Jetzt geht leider die Vorbereitung auf kommenden Mittwoch los, denn da schreiben wir die schriftliche Prüfung mit Rechen-wesen,  Bürowirtschaft und Wissenschaft & Soziales, das ist nochmal eine andere Hausnummer als eine EDV-Prüfung.

Viele Grüße Jörg

Die Vertrauensfrage
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Wem traust Du und wem sollte man besser nicht trauen?

Im eigenen Leben gibt es viele Momente wo man sich selber fragt, wie sehr man eine Person trauen kann mit der man gerade kommuniziert. Bei Menschen die man nicht kennt ist man von vorne herein etwas misstrauischer, da man die Person noch nicht richtig einschätzen kann. Erst nach einer gewissen Zeit in der man mehrere Gespräche mit der jeweiligen Person geführt hat, merkt man ob man ihm/ihr trauen kann oder nicht. Oft passiert es auch, dass man eine Person ganz anders einschätzt als eine andere Person die diese anders kennen gelernt hat. Meistens wird man auch erst durch solche Gespräche mit einem dritten über diejenige Person ins grübeln gebracht. Vielen Leuten vertraut man auch vom ersten Eindruck an, was sich aber oft als vertaler Fehler heraus stellt. Um eine Person braucht e wohl eine ganze Weile um sie genau zu kennen, selbst dann kann man sich aber nicht sicher sein ob man dieser Person trauen kann oder nicht.

Schlimmer finde ich aber wenn man eine Person schon lange kennt und erst sehr spät merkt das man ihr nicht vertrauen kann. Manchmal hat man über Jahre dieser Person alles anvertraut was einem bewegt oder wie man sich fühlt, was wenn diese Person dieses Vertrauen missbraucht hat und all die Geheimnisse die man ihr anvertraut hat an dritte weiter erzählt hat? Diese Enttäuschung die man dabei erlebt, kann man meistens über Jahre nicht vergessen und das Vertrauen zu anderen Personen die eigentlich nichts dafür können wird ebenfalls jetzt immer wieder in Frage gestellt. Ich kann von mir behaupten das ich in solchen Sachen noch nie eine andere Person enttäuscht habe, irgendwie habe ich mir das mal ganz oben auf meine Agenda geschrieben, erzähle nichts weiter was andere dir anvertraut haben. Heute weiß ich es nicht mehr ob es mal eine Schlüsselsituation gab die dazu geführt hat, aber auf jeden Fall ist das was ich bis heute am längsten durchgehalten habe.

Anders herum habe ich aber immer das Gefühl das ich anderen Leute nicht so trauen kann und bin auch sehr vorsichtig mit dem was ich über mich erzähle. Eigentlich klingt ironisch für jemanden der oft in seinem Blog schreibt, aber ich Denke ich weiß was ich erzählen kann und was nicht. Letztendlich plaudere ich hier keine Geheimnisse anderer aus, so habe ich mit mir auch ein reines Gewissen.  Wenn ich mal über etwas erzähle, mache ich dieses sehr anonym, so das ich keinen Bezug auf einer Person in  meinen Bekanntenkreis herstelle. Vor allem im BFW-Köln muss man genau drauf achten wem man vertraut und wem nicht. Da gibt es Menschen die gerade mal Mitte 20 sind, aber wenn man die reden hört was sie schon alles im Leben gemacht haben, dann müssten die rein rechnerisch schon im Rentenalter sein. Solche Phänomene gibt es bestimmt nicht nur im BFW, aber gerade dort scheinen sich die Lebenskünstler die Klinke in die Hand zu geben. Im früheren Leben, also vor meiner Zeit als Reha-Patient,  hatte ich eine oder zwei Personen im meinen entfernteren Bekanntenkreis die gerne mal Geschichten erzählten die einem unglaubwürdig vor kamen, aber was ich in Köln erlebe würde Bücher an schlechten Geschichten füllen.

Ein kleines Beispiel muss ich denn noch erzählen was mir bis heute nicht aus dem Kopf gegangen ist. Als ich damals meinen Pool alleine mit Hacke und Schaufel ausgehoben und aufgebaut habe, war ich natürlich sehr stolz. Nachdem ich den Bau fertig hatte, habe ich natürlich voller Stolz jedem erzählt was ich da in meinem Garten geleistet habe. Ein damaliger Arbeitskollege konnte damit wohl nicht umgehen und hat mich kaum ausreden lassen und meinte dann, das er einen Freund habe dessen Pool doppelt so groß wäre wie meiner. In dem Moment hat mich das doch überhaupt nicht interessiert was sein Freund hat. Hat man dann aber von etwas anderem erzählt was man hat, dann hat ein anderer Freund wieder etwas viel besseres als man selber hat. Diese Art von Menschen sind einfach nur eifersüchtig auf dem was andere haben oder erschaffen haben. Ich war noch nie neidisch auf jemanden der mehr als ich hatte, da ich der Meinung bin, dass nur die Menschen etwas haben die dafür schwer gearbeitet haben. Wer den ganzen Tag in der Kneipe sitzt und über Politik, Wirtschaft oder andere Menschen diskutiert, der hat bestimmt weniger als jemand der nach der Arbeit noch etwas für sich und seine Familie macht.

Ich will mich selber nicht loben, aber wenn ein Teil der Menschen so wären wie ich, dann gäbe es weniger Neid und Missgunst auf dieser Welt. Mit diesen Worten wünsche ich allen noch eine schöne schaurige Halloween Nacht. 😉

Prüfungsvorbereitung und die Dummheit mancher Menschen!
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Wer im BFW-Köln eine Umschulung absolviert, bekommt viel für die Prüfung in die Hände gelegt…

…doch leider gibt es auch Menschen die das nicht begreifen möchten. In der Prüfungsvorbereitung paukt man überwiegend Prüfungsbögen von vorangegangenen Prüfungen, das ist schon mal ein riesiger Vorteil gegenüber derer die eine normale Ausbildung absolvieren, da die nur ein oder zweimal in der Woche zur Berufsschule gehen. Auch wenn einem diese Bögen nach einer Weile zum Halse heraus hängen, so bekommt man doch viel Wissen mit auf dem Weg das man für die Prüfung gebrauchen kann. Wenn man einen Bogen ausgearbeitet hat, macht sich ein/e Tutor/in die Mühe um den Bogen nochmals zu besprechen um alle Fehler auszumerzen. Leider gibt es aber immer wieder Menschen die ja so viel schlauer sind als ein Tutor und quatschen die ganze Zeit während der Tutor, die Tutorin die Lösungen erklären.

Das die dabei die anderen stören ist ihnen überhaupt nicht bewusst und fühlen sich noch im Recht. Für mich ist das ein klarer Fall von verpasster Erziehung, wenn schon jemand etwas für einen erklärt, dann sollte man auch so höflich sein und zu zuhören. Schließlich könnte der Ausbilder auch sagen, „macht eure Bögen und schaut in die Bücher ob ihr richtig liegt“. Und gerade die die es eigentlich nötig hätten, haben noch nicht einmal den Anstand um das zu tolerieren, echt traurig. Für die ist es eben nur wichtig den Klassenclown zu spielen, sind aber am jammern wenn sie eine Prüfungssimulation versemmelt haben. Die Quittung werden sie dann bei der Prüfung bekommen, wenn es dann heißt, Pech gehabt, nächster Versuch in sechs Monaten um die Prüfung zu wiederholen.

Leider gibt es in den Gruppen auch nur selten wenige die sich trauen den Mund gegen solcher Störenfriede auf zu machen und so bin es meistens ich der sich dann gegen diese Besserwisser auflehnt und unbeliebt macht. Aber lieber mache ich mich unbeliebt und sage meine Meinung, als ständig  eine Duckmaus zu machen und hinter dem Rücken zu lästern.

Ich hoffe nur für mich und die anderen die sich jeden Tag die Mühe machen um alles zu lernen, das wir die Prüfung bestehen und uns danach unseren Beruf erfolgreich ausüben werden.

Alles um einen herum wird immer fremder
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Fast zwei Jahre im BFW-Köln und auf einmal kommt einem alles total fremd vor

Wie jeder Mensch weiß, absolviert man in einer Umschulung ein Praktikum in der man den Beruf in den man ausgebildet wird die Praxis näher gebracht werden soll. Jeder von uns hat es so gut wie möglich hinter sich gebracht und seid geraumer Zeit sind wir ja auch schon wieder in Köln um uns auf die Prüfung vorzubereiten. Als wir aber aus dem Praktikum wieder zurück ins BFW kamen, waren viele Leute die man in der Zeit der Ausbildung kennen gelernt hat nicht mehr da, da die in der Zeit wo wir im Praktikum waren ihre Prüfung abgelegt haben. Wie das nun mal so ist, folgen nach dem Weggang der ehemaligen Umschüler neue Umschüler die ihre Ausbildung angefangen haben.

Durch eine Tutorin dessen Namen ich jetzt nicht veröffentlichen möchte, wurde ich schon vor gewarnt das sich das Klientel sehr zum schlechteren verändert hat. Kurz nach dem Praktikum konnte ich mich selber davon überzeugen und bin nun eigentlich nur noch von diesem Menschenschlag genervt. Ich weiß nicht wo man einen Teil dieser Menschen hergeholt hat, aber Benehmen gehört nicht zu deren Stärken. Wenn man nach dem Unterricht seine Ruhe haben möchte und bei offenen Fenster auf seinen Bett zu neuen Kräften kommen möchte, wird vor dem Internat rum gebrüllt um irgend einem Saufkumpanen an sein Fenster zu rufen. Anscheinend haben die noch nicht verstanden das jedes Internatzimmer mit einem Telefon ausgestattet ist womit man sich kostenlos gegenseitig anrufen kann. Wenn diese Halbstarken dann nach ein paar Flaschen Bier aus dem Bistro „Auszeit“ zurück kommen, wird wieder lallend rum gebrüllt, Hauptsache man macht auf sich aufmerksam.

Ich bin weiß Gott nicht spießig und habe auch nichts gegen Randgruppen, aber es ist nun mal Fakt, dass die Rentenkassen leer sind und aus dem Grund weniger Umschüler ins BFW schicken. Was dann noch bleibt sind Umschüler die von den Berufsgenossenschaften und überwiegend von der Arge sprich Jobcenter geschickt werden. Das letztere Klientel stellt halt den größten Anteil an Umschülern im BFW-Köln und das kann man Tag täglich spüren wenn man sich auf dem Gelände aufhält. Selbst wenn diese Leute ihre Umschulung mit Erfolg abschließen, kann ich heute schon sagen, dass gerade mal 5% von denen eventuell mal einen Arbeitsplatz in ihrem frisch erlernten Beruf bekommen. Selbst von den Tutoren die uns und die neuen Klassen unterrichten bekommt man einen O-Ton der meine These untermauert.

Es ist nur schade das es in der Berufswelt so viele Menschen gibt die auf eine Chance warten um so eine Umschulung finanziert zu bekommen, diese aber nicht bekommen da so viele von diesen Hirnis denen den Platz hier weg nehmen. Da kann man aus meiner Sicht doch wieder nur Paustbacken machen und hoffen das die Zeit wo ich noch hier bin schnell vorbei geht.

Die Kölner Küste
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Nein, ihr habt euch nicht verlesen, ich spreche tatsächlich von der Kölner Küste in Köln Rodenkirchen.

Jetzt wo es nicht mehr so heiß ist und die Temperaturen den Frauen wieder eine Gänsehaut auf die Haut zaubert, kann man bei den ständigen Winden rings um das Kölner-BFW an einer Gegend an der Küste denken. Egal aus welchen Ausgang man nach dem Unterricht kommt, wird man von einer steifen Briese erwartet wie die Ostfriesen sagen würden. Für mich eigentlich das perfekte Wetter, da ich es eh nicht so warm mag und der kühlende Wind kommt mir da noch sehr entgegen um den Tag genießen zu können. Die Frauen bei uns in der Gruppe sind bei solchen Winden natürlich gleich am zittern, da die ja anderes gestrickt sind als wir Männer. Kaum ist es mal unter 20°, sieht man die weibliche Fraktion sofort wieder mit dicken Jacken und zum Teil sogar Schals durch die Gegend laufen, da kann ich mir selber nur am Kopf packen.

Nachdem wir heute den Schultag mal wieder rum bekommen haben, sind es nun noch wenige Tage bis wir endlich in den wohlverdienten Urlaub gehen können. Wohl dem der in den Urlaub fahren kann, der einfach mal abschalten kann und endlich mal was anderes zu sehen bekommt. Denn wer im Urlaub zu hause bleibt, der hat keinen Urlaub, da man zu hause immer etwas zu tun hat, das Telefon klingelt oder der Briefkasten mit Dingen auf einem wartet die man gar nicht sehen will. Da wir es leider dieses Jahr wieder nicht schaffen in den Urlaub zu fahren, müssen wir uns all das antun. Das einzig Trostpflaster was meine Familie Morgen hat, ist ein Bericht über unsere Urlaubsinsel in Kroatien. Zu sehen ist die Sendung am Dienstag um 22.00 Uhr im WDR-Fernsehen unter den Namen „Pauken mit Meerblick“. Wer möchte, der kann sich gerne mal unseren Alterssitz im TV anschauen und ein wenig mit uns träumen.

Da ich Trottel die Seite www.insel-silba.de zerstört habe, werde ich mich jetzt über eine Neugestaltung her machen. Auf dieser Weise habe ich wenigstens auch einen Teil Urlaub, auch wenn es nur virtuell ist.

Liebe Grüße Jörg, der jetzt erst mal richtig Paustbacken machen wird!