Parallelgesellschaften
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Zentral-Europa spaltet sich in zwei Gesellschaften

Ich selber bin 1969 zur Welt gekommen, in einer Zeit wo allein erziehende Frauen noch am Rande der Gesellschaft lebten. Geboren wurde ich in Remscheid, einer kleinen Großstadt im Zentrum von Nordrhein-Westfalen. Bis heute lebe ich in dieser Stadt und kann daher sehr gut beurteilen, wie sich die Parallelen in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. 1975 wurde ich eingeschult und die Klassen waren damals mit ca. 35 Kindern pro Klasse besetzt. Die Geburtenrate war damals so groß, dass man pro Jahrgang an den meisten Grundschulen unserer Stadt mindestens drei Klassen, meistens aber vier Klassen hatte. Natürlich gab es auch schon zu dieser Zeit Gastarbeiter Kinder, wie man sie damals noch nannte. Aber pro Schulklasse gab es zu dieser Zeit maximal drei oder vier davon. Wie es heute aussieht weiß ja jeder Mensch selber. Die Jungen unter den Gastarbeiter Kindern wurden ohne Probleme von den Deutschen Kindern akzeptiert und in den Pausen und auch außerhalb der Schule hat man miteinander gespielt, es war das normalste der Welt. Die Mädchen haben in der Grundschule auch mit den Deutschen Mädchen gespielt, da wurde aber schon aufgepasst, dass man nicht zu viel Kontakt zu Deutschen Jungen bekam.

Die meisten Mütter türkischer Schüler trugen zwar ein Kopftuch, das wurde aber nicht weiter thematisiert, da die Anzahl noch so gering war, das man es zwar bemerkte, aber auch ohne großes nachfragen tolerierte. Das Viertel in dem ich aufwuchs war ein normales Arbeiterviertel mit vielen Geschäften, ansässigen Ärzten, einer Apotheke und jeder Menge Kneipen. Für das tägliche Leben bekam man alles zu kaufen, ohne in die „Stadt“, sprich, ins Zentrum fahren zu müssen. Im Fußballverein wo wir alle spielten, wurden auch schon der ein oder andere türkische Klassenkamerad angemeldet. Es waren genauso Freunde wie es sie auch unter Deutschen gab.

Bis heute habe ich noch Freunde aus dieser Zeit und wir haben früher wirklich jede Menge Blödsinn miteinander gemacht. Leider ist die Gesellschaft aber heute nicht mehr so wie sie es zu meiner Kindheit noch war. Heute driftet alles in eine Parallelgesellschaft ab, die aus meiner Sicht aber von strenggläubigen Muslimen so gelenkt wird. Heute sieht man auf den Schulhöfen der Grundschulen Mädchen mit Kopftüchern rumlaufen. Türkische Jungen spielen nur noch unter sich und die Deutschen Kinder sind in der Minderheit. Von denen ehemals vielen Geschäften in unserem Viertel ist nichts mehr geblieben, alle Geschäfte sind verschwunden. Von den vielen Kneipen gibt es gerade noch drei Stück und es gibt nur noch einen Hausarzt.

Wo bis vor ein paar Jahren noch ein Kaufpark war, ist jetzt ein großer türkischer Supermarkt. Der Fußballverein ist so klein geworden dass die Stadt eine zweiten Verein, natürlich einen türkischen, mit auf dem selben Sportplatz angesiedelt hat. Selbst in den Vereinen werden die Kinder jetzt getrennt. Auf den Straßen sieht man nur noch Frauen mit Kopftüchern und an jeder Ecke gibt es ein türkisches Cafe oder einen türkischen Kulturverein. Zur Krönung von alle dem wird jetzt auch noch eine Moschee am Rande unseres Stadtviertels gebaut. Unsere Politiker propagieren immer öfter im TV, man müsse sich den neuen Gegebenheiten anpassen und friedlich mit „Migranten“ leben.

Das man sich als Deutscher in seinem eigenen Wohngebiet, in der eigenen Stadt und im eigenen Land nur noch als Minderheit vorkommt, wird von der Politik nicht gesehen. Hat uns, den Deutschen eigentlich mal jemand gefragt ob uns das Recht ist, dass wir nur noch eine Minderheit im eigenen Land sind? In den sozialen Plattformen kann man von jungen und aggressiven Muslimen lesen wie sie sich Deutschland ohne Deutsche vorstellen und das die uns am liebsten schon heute los wären. Das was die in diesen Plattformen schreiben ist natürlich nicht eigenes Gedankengut, das ist das was die in den Moscheen gelehrt bekommen. Ein Deutschland ohne Deutsche!

Die Gesellschaft hat sich seit den siebziger Jahren so auseinander gelebt, das man heute nicht mehr daran denken kann, dass man irgendwann mal Wand an Wand miteinander leben kann und sich gegenseitig zum Kaffee einlädt. Selbst einige Freunde von früher laufen heute vor ihrer Frau mit einem Gebetskettchen in der Hand vor ihrer Frau her, die natürlich ein Kopftuch trägt.  Die Gesellschaft teilt sich heute nicht mehr zwischen reich und arm, sondern zwischen Muslime und Nicht-Muslime!  Ich möchte auf jeden Fall nicht in einer Stadt, oder einem Land leben, indem der Islam die bestimmende Religion ist. Unsere Politik hat in diesem Punkt voll und ganz versagt und sieht bis heute auch noch keinen Grund gegen zu rudern. Irgendwann wird es aber zu spät sein und dann sind wir im eigenen Land die die verfolgt und unterdrückt werden.

 

8 Gedanken zu „Parallelgesellschaften
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  1. Geistiges Eigentum Schutz

    Wirklich interessante Gedankengänge, die du hast was die Parallelgesellschaft anbelagt. Auch ich merke, wie ein Umschwung stattfindet und weiß absolut nicht so wirklich, was ich von der ganzen Sache halten soll …

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  2. HOAI Gutachter

    Dein Beitrag fasst gut die Gefühle vieler zusammen!
    Leider wird das Ganze von Politik und Medien noch angestachelt.
    Früher gab es da tatsächlich eine ganz anderes Verhältnis, schade das es sich so entwickelt hat.
    LG Volker

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  3. Marco vom Katzenkacke! - Blog

    Wer darauf aufmerksam macht, kriegt eins mit der Nazi-Keule drüber und wird ins rechte Eck gestellt. Leider. Und dabei behaupte ich mal, sind den meisten Deutschen die meisten Migranten herzlich willkommen, wenn sie sich an die hiesigen Sitten und Gepflogenheiten anpassen.

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  4. Wing Chun Berlin

    Die Gründe dafür sind ja Kommerzialisierung und Zeitmangel. Unbemerkt wird jeder von uns gedrängt immer mehr und mehr zu arbeiten. Die Zeit für Freunde und Familie – die gibt es nicht mehr. Wo soll das alles nur hinführen?!

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  5. TMW

    Ehrlich gesagt, mag ich persönlich diese Teilungen nicht. Es wird in der Zukunft nichts gutes draus. Man kann sich problemlos auch innerhalb der einen Gesellschaft entfalten.

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  6. tarik

    Das ist eine Entwicklung, die auch viele liberale und integrierte Türken hier nervt, diese schleichende Islamisierung, dazu kommt die fehlende Bildung und der unaufhörliche Nachschub aus der Heimat.
    Ich fand es vor 10-15 Jahren auch angenehmer hier zu leben, weil ich natürlich auch in die gleiche Schublade gepackt werde.
    Insgeheim hoffe ich, dass es nur ein „Modetrend“ ist und bald wieder verschwindet. Es wurde anscheinend viel falsch gemacht, ganz am Anfang.. von wegen ihr bleibt nur kurz hier und dann geht ihr bitte in 3-4 Jahren wieder.
    Dass sich eine Gruppe ein wenig isoliert ist übrigens kein reines Türkenphänomen.. Vor dem 1. Weltkrieg, Ende des 19. Jhd. sind ca. sechs Mio. Deutsche nach Amerika gegangen und haben auch Parallelgesellschaften gegründet, ebenso später in Südamerika und vor allem in Brasilien.
    Ich wünsche mir, dass diese Rückkehr zur Religion nachlässt. Es bricht mir das Herz, kleine 6jährige Mädchen mit Kopftuch zu sehen.
    Ich kann absolut nachvollziehen, dass Deutsche“ da keinen Bock mehr drauf haben. Ich hoffe nur, dass es nicht bald einen großen Knall gibt und es zu einem krasseren Rechtsruck kommt. Traurige Entwicklung leider

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  7. Pauline

    Solche Teilungen werden immer enorme Probleme verursachen. Die heutige Integration ist nur eine Fassade. Man sieht, was in Frankreich passiert, wenn öffentliche Straßen blockiert werden nur um einer fremden Kultur gerecht zu werden.

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