Generation Smartphone
Generation Smartphone avatar

So toll sie auch sein mögen, sie schaffen die Kommunikation unter den Menschen ab!

Die Generation Handy war gestern, heute gibt es die Generation Smartphone, die noch um ein vielfaches schlimmer ist als die Generation Handy. Egal wo man hin kommt, die Mehrheit aller Menschen an dem jeweiligen Ort hat so ein Smartphone und glotzt auf den riesen Bildschirm, aus Angst etwas zu verpassen. Dabei verpasst man wesentlich mehr wenn man auf dieses elektronische Suchtmittel schaut als wenn man sich mal die Gegend oder die Menschen um sich herum betrachtet. Beim Vorgänger dem Handy, gab es eventuell mal eine SMS oder ein Anruf der besorgten Mutter, die die Runde in der der jeweilige Proband gerade gewesen ist. Heute ist man mit seinem Smartphone ständig bei Facebook online um nichts zu verpassen, oder man spielt kleine Spielchen mit anderen die ebenfalls ein Smartphone haben.

Gestern Abend schmiss ich einen Blick in unserem Wohnzimmer, „anwesend“ waren Sohn mit Freundin und meine frühere Gattin. Sohn und Freundin starrten beide auf ihre Smartphones und Frau saß und schaute TV, aber auch das Smartphone in Griffweite. Natürlich fand zu dieser Zeit kein Gespräch statt, da jeder einzelne in seine Welt vertieft war. Ich fand dieses Szenario als erschreckend. Hat man sich heute so wenig zu sagen, dass man sich ständig und immer mit so einem scheiß „Telefon“ befassen muss? Ich gebe es ja zu, so ganz ohne Handy bin ich auch nicht. Ich darf immer den Vor- Vorgänger meiner Frau nutzen. Dabei benutze ich eine Pre-paid Karte, die ich einmal in einem dreiviertel Jahr auflade. Meine Frau kontert dann stets, „du hast ja deinen Laptop“. Ja habe ich, aber den nehme ich nicht überall mit hin und kann mich trotz meines Laptops noch mit anderen Menschen unterhalten ohne ständig danach zu greifen.

Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr in der Lage vernünftige Gespräche zu führen. Entweder sprechen sie schon so wie sie in ihrem Smartphone schreiben, oder man wird ständig beim Gespräch unterbrochen, weil wieder einer zu seinem Phone greift, weil das Teil mal wieder ein Ton von sich gegeben hat. Selbst in Restaurants, Geschäften oder Ämtern sieht man die Menschen wie sie ständig auf ihre elektronischen Lebenshilfen starren. Irgendwie erinnern mich diese Szenen an dem Film „Wall-E“, wo die Menschen schon nicht mehr in der Lage sind sich zu bewegen, weil alle Bedürfnisse durch elektronische Hilfen erledigt werden. Das ist definitiv keine Welt auf der ich leben möchte. Wo bleibt da der Blick für das Wesentliche? Man schaut seinen Gegenüber nicht mehr in die Augen, sondern nur auf seinen Avatar und liest was er/sie gerade auf Facebook gepostet hat.

Mein Rat: Lasst diese Dinger mal einen Tag liegen und kümmert euch um die Menschen die euch etwas bedeuten. Geht in den Wald spazieren oder in das Lieblingsrestaurant, in dem man früher auch ohne Handy und Smartphone eine schöne Zeit verbracht hat.

11 Gedanken zu „Generation Smartphone
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  1. Dr. HJ Karg

    Hallo Schatti,

    Ihr Post spricht mir aus der Seele, alles nur noch SmartPhone, eine Kommunikation auf normalem Weg findet nicht mehr statt…

    Nur noch Facebook, Xing und Co? es geht auch anders, wie meine Kommentatoren schreiben…

    Grüsse Dr. Hans-Jürgen Karg

    PS: Glückwunsch zum PR 3

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  2. Nils

    Hallo Schatti,

    mir geht es ziemlich ähnlich. Ich bin wirklich entsetzt darüber, wie wenig manche Menschen nur mehr mit mir sprechen. Meines Erachtens nach wird viel zu viel Kommunikation über SMS und vor allem auch über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter betrieben. An manchen Tagen vermisse ich wirklich diesen guten alten Kaffeetratsch, der in früheren Zeiten ja sehr üblich war.

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    1. Lorena

      Ein wirklich interessantes Thema. Gefällt mir gut! Nun, ich bin der Meinung das ein Smartphone nützlich ist. Handys sind eine tolle Erfindung und mein iPhone 6 vermissen möchte ich auch nicht.

      Wie man sich mit dem Smartphone in der Öffentlichkeit zeigt ist dabei eine andere Sache.
      Denn hier stimme ich den Leute zu die sagen dass das Handy auch mal zuhause gelassen werden sollte.

      Greets <3
      Lorena 🙂

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  3. Ferien Deveraux

    Hallo Schatti

    jawohl. Nils hat Recht! Kaffeekränzchen sind sowas von wichtig. Entscheuligen und soregen dafür, dass man dann eben doch wieder in die sowas von schnell gewordene Welt einsteigen kann. Es gibt übrigens eine App, mit der man sein Smartphone automatisch für 24 Stunden oder länger ausschalten lassen kann. Insofern kommt die Technik heir Schatti entgegen! 🙂

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  4. Manuel

    Seit einigen Monaten habe ich mein Smart Phone abgeschafft. Durch den Verlust meines iPhones war ich quasi dazu gezwungen auf mein altes Nokia umzusteigen. Ich kann behaupten, dass es anfangs ein echter Kampf war. Man ist wie auf Entzug… Hier mal eben die Mails checken, da mal kurz bei Facebook gucken. Wenn man sich heute mal einen gemütlichen Abend mit Freunden ansieht, so hat mindestens eine Person immer das Handy am laufen.

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  5. Jens | Sir Apfelot

    Ja, da hast du Recht… Smartphones sind manchmal echt die Pest. Aber das liegt meiner Meinung nach eher an den „Trägern“ und nicht am Smartphone selbst. Wenn man es nicht schafft, sich mal 30 Minuten mit einem Freund zum Kaffee zu treffen ohne ständig an seinem sprechenden Knochen zu fummeln, dann sollte man wirklich auf ein altes Nokia zurückgreifen, das wenigstens nur Telefonieren ermöglichte (das aber gut!). Ich schleppe mein iPhone zwar auch dauernd durch die Gegend, aber ich kann auch mal „ohne“…
    Grüße!
    Jens

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  6. Birgit

    ja, ich finde das auch echt traurig.jeden abend, wenn ich von der arbeit nach hause fahre, sind alle mit ihrem smartphone beschäftigt, das kann man echt mit einer sucht vergleichen!!

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  7. jadio

    Da muss ich leider meinen Vorrednern recht geben. Ich bin mit meinen 21 Jahren genau in dem Alter, wo viele dieser „Sucht“ frönen. Ich habe mir letzten Herbst leider auch eins zugelegt und muss zugeben, ich bin auch betroffen.
    Daher hab ich mit meinen Freunden den Deal das wenn wir ausgehen, alle Handys auf den Tisch gelegt werden in die Mitte und wer als erstes zugreift, muss die nächste Runde zahlen. Das hilft…
    Leider driftet man dennoch sehr häufig in die Unterhaltung „die neueste App“, „der neueste Klatsch bei Facebook“ etc. ab.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Jadio

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  8. Dirk B.

    Zugegebener Maßen ist es echt unhöflich, dass viele bei Treffen oder einem gemeinsamen Essen immer wieder zum Smartphone greifen, um schnell mal bei Facebook usw. reinzuschauen. Ich muss aber ehrlich gesagt zugeben, dass ich mein Samsung Galaxy nicht mehr missen möchte. So doof es klingt, aber ich würde alleine schon den Alltag kaum noch meistern können. Wecker, Terminplaner usw. Ich finde immer noch, dass es nicht so schlimm ist, solange man das Handy bei einem normalen Gespräch beiseite legt. Eigentlich ist es ja auch ein Phönomen der normalen Technisierung. Wo wären wir heute noch ohne PC? So wandelt es sich jetzt halt auch mit iPhone, Samsung & Co. Irgendwie dient ja das Smartphone dennoch als Hülle zur Kommunikation mit den Mitmenschen – in der Bahn oder sonstigem.

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  9. Reto Bauer

    Du hast sowas von Recht. Wohin man auch schaut, alle sind mit Ihrem Smartphone beschäftigt. Keine ist mehr in der Lage, verbal Gespräch zu führen – nur übers Internet.

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