Waschbecken wechseln, ein Klacks?
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Es hat schon seinen Grund warum es ausgebildete Handwerker gibt!

Zur Vorgeschichte: Unser Waschbecken im häuslichen Badezimmer ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Es ist so glaube ich, das erste was damals eingebaut wurde, also noch aus dem Jahre 1964. Zu guter letzt ist das gute Stück an einer Stelle ausgerechnet an der Aufhängung eingerissen. Als ich dann mit meiner Frau wegen anderer Dinge im Baumarkt war, haben wir uns natürlich auch nach einem Waschbecken umgesehen. Wie gut das es dort ein Angebot gab, wo die neue Keramik gerade mal 15 € kostete. Eingepackt und gefreut das wir mal in Schnäppchen machen konnten. Das Waschbecken sollte dann „mal eben“ am gestrigen Sonntag gewechselt werden, schließlich kann das ja nicht so schwer sein! Das 1964 Model wurde damals an zwei Halterungen die an der Wand befestigt waren ein gehangen. Ui, eventuell haben wir Glück und die Halterungen passen für das neue Waschbecken, das erspart eine Menge Arbeit. Schnell ein Vergleich mit Alt und Neu um festzustellen, das es auch zu schön gewesen wäre wenn es so gepasst hätte. Das neue Waschbecken hat natürlich keine Aufhängfunktion, stattdessen gibt es nur zwei Löcher für dicke Schrauben, klasse, das war es für den Sonntag, schließlich wollte ich nicht am Wochenende mit der Bohrmaschine Lärm machen.

Heute: Der Plan war heute Morgen, die alten Halterungen an der Wand mit dem Winkelschleifer abzuschneiden, das neue Waschbecken anhalten um die Wand für die neuen Löcher zu markieren. Hat alles prima funktioniert, die neuen Löcher gebohrt, Dübel rein und erst einmal der einfachheitshalber den Wasserhahn vom alten Waschbecken ans neue montiert, bevor man das er machen muss wenn das neue Waschbecken an der Wand hängt. Auch das war kein großes Problem, danach das Waschbecken an die Wand geschraubt und mit viel Tüftelei die steifen Wasserleitungen wieder dort fest geschraubt wo sie hingehören. Zum Schluss noch den Siffon wieder angeschraubt damit das Wasser dahin läuft wo es soll, zurück in die Wand! Ach ja, schnell noch die Wasserleitungen wieder geöffnet, damit auch das Wasser wieder aus dem Wasserhahn laufen kann. Hat es auch, leider auch an Stellen wo es nicht raus laufen sollte, das olle Ding ist undicht!

Jetzt kann man nur wieder zum Baumarkt fahren, um noch einen neuen Wasserhahn zu besorgen, tolle Sache, denn jetzt geht die Arbeit wieder von vorne los. Wasserleitungen zudrehen, Wasserhahn mit die viel zu langen schrauben vom Waschbecken abschrauben und diese steifen Leitungen aus dem Waschbecken ziehen. Danach kann man nur hoffen, das der neue Wasserhahn flexible Wasserleitungen hat, damit man nicht wieder wie blöd diese Leitungen hin und her biegen muss bis sie endlich auf die Leitungen die aus der Wand kommen passen. Würde man solche Sachen diese Arbeiten von einem Fachmann machen lassen, wäre ich wohl wesentlich entspannter.

Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche.

5 Gedanken zu „Waschbecken wechseln, ein Klacks?
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  1. Dennis

    Hallo,
    das klingt ja wie aus einem Slapstick oder derFolge einer Handwerkersoap 🙂 Die wäre dann aber vermutlich so ausgegangen, dass nach tagelangen Bemühungen, als andlich Becken und Armatur wieder dran ist, alle ganz gespannt um das Teil herumstehen. Feierlich dreht der Meister ganz langsam den Hahn auf – und heraus sprufeln entweder kleie Bläschen oder die Töne einer Beethoven-Sinfonie…
    Irgendwie schon seltsam, dass wir alle meinen, wir können alles selbst aus dem Stegreif machen, wo doch die Handwerker drei Jahre lang lernen, um ihren Beruf zu beherrschen.

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  2. Siegrid

    Ja, dann hattest du ja leider keinen so guten Start in die Woche, aber leider hast du Recht, einen Fachmann zu bestellen, wäre bestimmt einfacher! Rechtlich ist es eh verboten etwas „so großes“ zu Hause ohne Fachkenntnisse zu machen… Aber wozu gibt es dann Baumärkte? *schmoll* Danke für die „lustige“ Geschichte! LG =)

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  3. Joe

    Hallo,
    ich muss gestehen, ich gehöre auch zu denen, die zunächst mal selbst Hand anlegen, wenn es zuhause was zu richten gibt. Erst wenn ich es selbst nicht hinbekomme, rufe ich einen Handwerker.
    @ Siegrid: Das überrascht mich aber, dass es verboten sein soll, in seiner eigenen Wohnung handwerkliche Arbeiten zu machen. Wo ist das denn gesetzlich geregelt? Wäre toll, wenn du dazu etwas mehr sagen könntest. Ich meine, es ist ja keine Schwarzarbeit, ich mache das ja für mich selbst. Kochen zum Beispiel tut doch mittags auch jeder selbst, obwohl es fachmännisch ausgebildete Köche gibt… 🙂

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  4. Schatti Beitragsautor

    Es ist schon erlaubt Zuhause Arbeiten selber durchzuführen. Nur wenn es um die Elektrik oder Gasanschlüsse geht, sollte man so etwas zwingend von einem Fachmann machen lassen, da A das wesentlich sicherer ist und B es aus versicherungstechnischen Gründen abgesichert sein muss.

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  5. paul czickus

    Der Meinung bin ich auch. Zu Hause selbst viel machen ist wirklich gut. Aber bei Elektronik und Gasanschlüssen sollte man nicht selbst Hand anlegen. Natürlich nur, wenn man auch die passende Ausbildung hat. Danke für den interessanten Beitrag hier.

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