Vermisst…
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Immer öfter liest oder hört man davon das wieder ein Kind vermisst wird, woran mag das liegen?

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bekomme in letzter Zeit gerade über Facebook immer wieder Meldungen zum Thema vermisst. Natürlich ist man erst einmal geschockt, da man als Vater dreier Kinder sich das selbst vorstellen kann wenn eines seiner Kinder auf einmal vermisst würde. Zum Glück kommt bei den meisten Fällen nach ein paar Tagen eine Entwarnung, dann wurde das Kind bei Freunden oder der Verwandtschaft aufgefunden.

Wenn man Hundehalter ist, ist man wahrscheinlich auch auf Facebook in irgend einer der vielen Hundegruppen vertreten die sich auf dieser Plattform tummeln. Gerade aus diesen Gruppen kommen immer häufiger diese Vermissten-aufrufe. Die Liebe zu einem Haustier kann manchmal wesentlich intensiver sein als die zum eigenen Kind, nämlich dann wenn das Kind in einem schwierigen Alter ist und den lieben langen Tag lang nervt. Dem Kind entgeht es auch nicht wenn es immer nur an-gemeckert wird und zuschauen muss wie der Hund auf dem Sofa die Liebe bekommt, die eigentlich ihm/ihr zusteht.

Als Kind von Eltern die ihr komplettes Arbeitsleben nur ihre Arbeit im Kopf hatten, kann ich sehr gut nachempfinden wie sich die Kids von heute fühlen müssen wenn ein Hund mehr Zuneigung bekommt als man es selber abkriegt. Wenn der Hund wichtiger als das eigene Kind wird, dann will man auch nicht mehr zu Hause sein um ich das Schauspiel jeden Tag aufs neue mit anzuschauen. Ich hatte damals auch oft überlegt von zu Hause abzuhauen, ich hatte das Gefühl das ich meinen Eltern eh egal wäre, da die ja nur ihre Arbeit im Kopf hatten und die ganze Woche über erst spät abends nach Hause kamen.

Selbst jetzt wo wir selber einen Hund haben merken wir selber wie sehr wir uns um unseren Hund kümmern während die Kinder außer Haus ihren Weg gehen. Unser Vorteil ist allerdings, das wir den Hund erst hatten als die Kinder schon relativ groß waren. Ab einem gewissen Alter wollen die Kinder auch nicht mehr so viel Zuneigung der Eltern haben, da stört es sie auch nicht wenn man statt der Kinder mal einen Hund oder Katze knudelt und mit den Haustieren schmust.

Mein Rat an Eltern mit Kind und Hund ist, lasst euer Kind/er immer merken das sie an erster Stelle kommen und der Hund oder die Katze an letzter Stelle der Rangordnung steht. Ein Tier verzeiht es euch wenn ihr euch mal nicht gleich um es kümmert, aber bei einem Kind sitzt der Schmerz tiefer wenn man sich nicht um es kümmert. Man verbringt durch Arbeit und Schule schon eh zu wenig Zeit miteinander, da kann man die wenige Zeit die man zusammen hat auch ruhig ausnutzen damit nicht bald ihr einen Aufruf bei Facebook oder sonst wo starten müsst.

4 Gedanken zu „Vermisst…
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  1. Sofi

    Wie ich das so lese fällt mir ein Buch ein, welches ich vor kurzem gelesen habe: Isabel Senoner: „Narben einer Kindheit“ (kann man teilweise online lesen
    auf der Verlagswebsite).
    Das beschreibt im Grunde nichts anderes als den Extremfall bzw das, was nach dem Ersten Weglaufen kommt…

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  2. Fraucke

    Ich finde dass in letzter Zeit in vielen Familien mit Tieren wirklich deutlich weniger auf die Kinder geachtet wird. Mein Appell an Alle denkt daran dass irgendwann mal nicht die Tiere eure Nachfolger sind sondern eure Kinder!

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  3. Melli Sommer

    Das ist ein echt wichtiges Thema, dass du da aufgreifst. Darüber gab es erst letztens auch einen Artikel in der Zeitung. Allerdings ist gerade Facebook ja auch immer mit Vorsicht zu genießen, was davon stimmt und was nicht…

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