Die Vertrauensfrage
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Wem traust Du und wem sollte man besser nicht trauen?

Im eigenen Leben gibt es viele Momente wo man sich selber fragt, wie sehr man eine Person trauen kann mit der man gerade kommuniziert. Bei Menschen die man nicht kennt ist man von vorne herein etwas misstrauischer, da man die Person noch nicht richtig einschätzen kann. Erst nach einer gewissen Zeit in der man mehrere Gespräche mit der jeweiligen Person geführt hat, merkt man ob man ihm/ihr trauen kann oder nicht. Oft passiert es auch, dass man eine Person ganz anders einschätzt als eine andere Person die diese anders kennen gelernt hat. Meistens wird man auch erst durch solche Gespräche mit einem dritten über diejenige Person ins grübeln gebracht. Vielen Leuten vertraut man auch vom ersten Eindruck an, was sich aber oft als vertaler Fehler heraus stellt. Um eine Person braucht e wohl eine ganze Weile um sie genau zu kennen, selbst dann kann man sich aber nicht sicher sein ob man dieser Person trauen kann oder nicht.

Schlimmer finde ich aber wenn man eine Person schon lange kennt und erst sehr spät merkt das man ihr nicht vertrauen kann. Manchmal hat man über Jahre dieser Person alles anvertraut was einem bewegt oder wie man sich fühlt, was wenn diese Person dieses Vertrauen missbraucht hat und all die Geheimnisse die man ihr anvertraut hat an dritte weiter erzählt hat? Diese Enttäuschung die man dabei erlebt, kann man meistens über Jahre nicht vergessen und das Vertrauen zu anderen Personen die eigentlich nichts dafür können wird ebenfalls jetzt immer wieder in Frage gestellt. Ich kann von mir behaupten das ich in solchen Sachen noch nie eine andere Person enttäuscht habe, irgendwie habe ich mir das mal ganz oben auf meine Agenda geschrieben, erzähle nichts weiter was andere dir anvertraut haben. Heute weiß ich es nicht mehr ob es mal eine Schlüsselsituation gab die dazu geführt hat, aber auf jeden Fall ist das was ich bis heute am längsten durchgehalten habe.

Anders herum habe ich aber immer das Gefühl das ich anderen Leute nicht so trauen kann und bin auch sehr vorsichtig mit dem was ich über mich erzähle. Eigentlich klingt ironisch für jemanden der oft in seinem Blog schreibt, aber ich Denke ich weiß was ich erzählen kann und was nicht. Letztendlich plaudere ich hier keine Geheimnisse anderer aus, so habe ich mit mir auch ein reines Gewissen.  Wenn ich mal über etwas erzähle, mache ich dieses sehr anonym, so das ich keinen Bezug auf einer Person in  meinen Bekanntenkreis herstelle. Vor allem im BFW-Köln muss man genau drauf achten wem man vertraut und wem nicht. Da gibt es Menschen die gerade mal Mitte 20 sind, aber wenn man die reden hört was sie schon alles im Leben gemacht haben, dann müssten die rein rechnerisch schon im Rentenalter sein. Solche Phänomene gibt es bestimmt nicht nur im BFW, aber gerade dort scheinen sich die Lebenskünstler die Klinke in die Hand zu geben. Im früheren Leben, also vor meiner Zeit als Reha-Patient,  hatte ich eine oder zwei Personen im meinen entfernteren Bekanntenkreis die gerne mal Geschichten erzählten die einem unglaubwürdig vor kamen, aber was ich in Köln erlebe würde Bücher an schlechten Geschichten füllen.

Ein kleines Beispiel muss ich denn noch erzählen was mir bis heute nicht aus dem Kopf gegangen ist. Als ich damals meinen Pool alleine mit Hacke und Schaufel ausgehoben und aufgebaut habe, war ich natürlich sehr stolz. Nachdem ich den Bau fertig hatte, habe ich natürlich voller Stolz jedem erzählt was ich da in meinem Garten geleistet habe. Ein damaliger Arbeitskollege konnte damit wohl nicht umgehen und hat mich kaum ausreden lassen und meinte dann, das er einen Freund habe dessen Pool doppelt so groß wäre wie meiner. In dem Moment hat mich das doch überhaupt nicht interessiert was sein Freund hat. Hat man dann aber von etwas anderem erzählt was man hat, dann hat ein anderer Freund wieder etwas viel besseres als man selber hat. Diese Art von Menschen sind einfach nur eifersüchtig auf dem was andere haben oder erschaffen haben. Ich war noch nie neidisch auf jemanden der mehr als ich hatte, da ich der Meinung bin, dass nur die Menschen etwas haben die dafür schwer gearbeitet haben. Wer den ganzen Tag in der Kneipe sitzt und über Politik, Wirtschaft oder andere Menschen diskutiert, der hat bestimmt weniger als jemand der nach der Arbeit noch etwas für sich und seine Familie macht.

Ich will mich selber nicht loben, aber wenn ein Teil der Menschen so wären wie ich, dann gäbe es weniger Neid und Missgunst auf dieser Welt. Mit diesen Worten wünsche ich allen noch eine schöne schaurige Halloween Nacht. 😉

4 Gedanken zu „Die Vertrauensfrage
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  1. Joachim Wünnecke

    Vertrauensfrage:

    Nun die Vertrauensfrage habe ich mir schon sehr oft stellen müssen. Ich kan sehr gut verstehen, was du mit deinem Blog meinst. Nicht jeder ist des Vertrauens würdig. So ist das und wird es auch immer sein. Das ist leider die bittere Realität.

    Ich habe mir angewöhnt niemanden blind zu Vertrauen. Es hat mir meine Erfahrung gezeigt, das man es nicht sollte, vorausgesetzt man will das es nicht weiter getrascht wird. Wir beide ähneln uns sehr, denn was unsere eigene Persson betrifft lassen wir nur sehr wenig herraus. Auch ich glaube , dass ich eine Vertrauenswürdige Person bin, aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Ich kann nur sagen, dass ich auf dich, deinen Pool und deinem Pizzaofen sehr stolz bin. Es kommt gar nicht darauf an, wie lange man an etwas gearbeitet hat, sondern das man es mit seinen eigenen Händen getan hat.

    Es heißt nicht umsonst: „Was lange währt, wird endlich gut.“ In diesem Sinne noch einen schönen Tag

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  2. Schatti Beitragsautor

    Vielen lieben Dank für eine Worte Achim.

    Bei Dir merke ich immer wieder das wir uns auch ohne Worte verstehen, dazu muss ich nur deine Mimik beobachten wenn wir uns mit anderen unterhalten. 🙂
    Mir geht es in meiner Aussage auch wirklich nicht um materielle Dinge, es geht mir halt darum, ob die Menschen einen so wahr nehmen wie man ist und das können leider die wenigsten.
    Viele Menschen versuchen auch immer jemanden mit Aussagen auf seine Seite zu holen, was mich dann noch vorsichtiger werden lässt. Ich lasse mich halt nicht gerne einer Gruppe zuordnen indem es entweder um die oder die anderen geht. Ich stehe auch gerne dann wenn es sein muss mal zwischen den Gruppen um mir unabhängig eine Meinung von beiden bilden zu können.
    Auf jeden Fall freue ich mich schon wieder auf nächste Woche wenn wir uns wieder unterhalten können. 😉
    PS: Was war jetzt eigentlich mit dem Besuch bei mir, kommt ihr noch oder nicht?

    LG Jörg

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  3. Heike

    Hey

    ich weiß sehr gut was du meinst ! ich habe mir angewöhnt, Menschen erst genau zu beobachten, sie auf zu Abstand zu halten, bis ich mir sicher bin wen ich da vor mir habe. Das ist das Resultat aus vielen Enttäuschungen. Ich fahre ganz gut damit, besonders jetzt im Bfw, wo viele Menschen und Eindrücke auf mich herein prasseln.

    Neid und Mißgunst kann ich nicht nachvollziehen, das sind für mich mit die schlechtesten Züge, die ein Mensch haben kann…aber es gibt soviele davon :):)

    Heike

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